Mein neuer Fernseher hatte einen kleinen Defekt.
Ich rief beim Händler an.
Die Mitarbeiterin sagte:
„Ich muss das mit der Technik klären. Darf ich Sie zurückrufen?“
Da war er.
Der berühmte Satz.
„Wir rufen Sie zurück.“
Das Service-Äquivalent zu:
„Wir müssen unbedingt mal wieder etwas zusammen machen.“
Man hört es.
Man nickt.
Aber man rechnet nicht ernsthaft damit.
„Gerne.“
Ich legte auf.
Elf Minuten später klingelte mein Telefon.
„Guten Tag, hier noch einmal der Kundenservice.“
Ich war so überrascht, dass ich für einen Moment nicht wusste, worum es ging.
„Ich habe mit unserem Techniker gesprochen. Wir tauschen das Gerät aus. Passt Ihnen Donnerstag?“
„Ja.“
„Vormittags oder nachmittags?“
Moment.
Ich durfte sogar auswählen?
„Vormittags.“
„Dann kommt der Fahrer zwischen neun und zwölf Uhr.“
Donnerstag, 9:37 Uhr:
Es klingelte.
Neuer Fernseher.
Alten mitgenommen.
Unterschrift.
Fertig.
Keine Hotline.
Keine Diskussion.
Keine drei Weiterleitungen.
Kein „Da kann ich leider nichts machen“.
Ich stand anschließend im Wohnzimmer und wusste überhaupt nicht, worüber ich mich aufregen sollte.
Fast enttäuschend.
Manchmal ist guter Kundenservice so ungewöhnlich, dass man anschließend eine Geschichte darüber schreiben muss.