Normalerweise ist ein Einkauf im Supermarkt keine Geschichte wert.
Man geht hinein, kauft Milch, Brot und fünf Dinge, die überhaupt nicht auf dem Einkaufszettel standen, bezahlt und fährt wieder nach Hause.
Diesmal lief es etwas anders.
Wo ist denn jetzt der Honig?
Ich suchte einen bestimmten Honig, den ich dort schon einmal gekauft hatte.
Also begann das übliche Ritual:
Regal 1.
Regal 2.
Zurück zu Regal 1.
Vielleicht doch Regal 3?
Nach einigen Minuten hatte ich zwar Marmelade, Nutella und Erdnussbutter gefunden – aber keinen Honig.
Eine Mitarbeiterin, die gerade Waren einräumte, bemerkte offenbar meine zunehmende Orientierungslosigkeit.
„Kann ich Ihnen helfen?“
Ich erklärte ihr, welchen Honig ich suchte.
Statt nur in Richtung eines Regals zu zeigen, ging sie mit mir hin.
Der Platz war leer.
„Moment, ich schaue mal nach, ob wir hinten noch welchen haben.“
Ich rechnete fest damit, dass sie nach zwei Minuten mit der üblichen Nachricht zurückkommen würde:
„Leider ausverkauft.“
Tat sie aber nicht.
Sie kam tatsächlich mit einem Karton zurück.
„Da haben Sie Glück. Die Lieferung ist heute gekommen.“
Dann packte sie mir sogar direkt ein Glas aus.
An der Kasse ging es weiter
Vor mir stand ein älterer Herr, der Schwierigkeiten mit seiner Kreditkarte hatte.
Keine genervten Blicke.
Kein hektisches „Noch mal reinstecken!“.
Die Kassiererin erklärte ihm freundlich und geduldig, was er machen musste.
Als ich anschließend an der Reihe war, sagte ich:
„Heute läuft es hier ja richtig gut.“
Sie grinste.
„Das hören wir auch gerne mal.“
Und damit hatte sie recht.
Mein Fazit
Über schlechte Erfahrungen schreibt man schnell.
Wenn alles funktioniert, nimmt man es dagegen häufig einfach als selbstverständlich hin.
Deshalb diesmal ausdrücklich:
Freundliche Mitarbeiter, echte Hilfsbereitschaft und ein angenehmer Einkauf.
Und ich bekam sogar meinen Honig.
Manchmal braucht es für guten Kundenservice eben gar nicht viel.
Nur jemanden, der nicht sagt:
„Da hinten irgendwo.“