Im Baumarkt: Ich brauche nur eine Schraube

Mein Plan war einfach: In den Baumarkt fahren, vier Schrauben kaufen, wieder nach Hause fahren.

Zeitaufwand laut meiner Planung: zwölf Minuten.

Ich betrat den Baumarkt und fragte einen Mitarbeiter:

„Entschuldigung, wo finde ich Schrauben?“

Er zeigte in die Ferne.

„Gang 38.“

Gang 38 lag offenbar in einer anderen Klimazone.

Nach einer längeren Wanderung erreichte ich eine Wand mit ungefähr 14 Millionen Schrauben.

Ein Mitarbeiter kam vorbei.

„Was brauchen Sie denn?“

„Eine Schraube.“

Er sah mich an wie ein Arzt, dem ich gesagt hatte: „Ich bin krank.“

„Was für eine?“

„So eine normale.“

Diesen Fehler kannte ich bereits vom Besuch beim Bäcker, von dem ich in einem vorherigen Beitrag berichtete.

„Holz? Metall? Senkkopf? Linsenkopf? Torx? Kreuzschlitz? Edelstahl? Verzinkt?“

Ich zeigte ihm mein mitgebrachtes Muster.

Er betrachtete es fachmännisch.

„Ah!“

Endlich Hoffnung.

„Die haben wir nicht.“

Ich verließ den Baumarkt 45 Minuten später.

Gekauft hatte ich einen Zollstock, zwei Pflanzen und eine Grillzange.

Die Schrauben fehlten weiterhin.

Baumärkte sind Orte, an denen man alles bekommt. Außer dem, weswegen man hingefahren ist.