Im Eiscafé: Zwei Kugeln, bitte

Ein warmer Sommertag.

Vor der Eisdiele stand eine lange Schlange.

Nach zehn Minuten war ich endlich dran.

„Zwei Kugeln bitte. Vanille und Schokolade.“

Der Verkäufer schaute mich an.

„Schokolade ist leider aus.“

Gut.

„Dann Vanille und Stracciatella.“

„Stracciatella auch.“

„Dann Vanille und Erdbeere.“

„Erdbeere ist gerade leer geworden.“

Ich schaute in die Auslage.

„Was haben Sie denn noch?“

Er zeigte auf die Behälter.

„Mango, Pistazie, Joghurt, Zitrone, Waldmeister, Cookies, Karamell, Banane und Vanille.“

„Dann Vanille und Cookies.“

Er nahm die Waffel.

Eine Kugel Vanille.

Dann schaute er in den Cookies-Behälter.

Pause.

„Für eine ganze Kugel reicht das nicht mehr.“

Natürlich nicht.

„Dann machen Sie einfach Vanille und Karamell.“

Er nickte.

Endlich hielt ich mein Eis in der Hand.

Ich bezahlte und probierte.

Hervorragend.

Der Verkäufer grinste.

„Karamell ist sowieso besser als Schokolade.“

„Warum haben Sie mir das nicht gleich gesagt?“

„Sie haben nicht gefragt.“

Auch wieder wahr.

Manchmal bekommt man als Kunde nicht das, was man wollte – und stellt anschließend fest, dass das gar nicht so schlimm war.